Watt?
Ich durfte diese Woche auf Einladung eines Landwirtschaftsverbandes an einer Diskussion teilnehmen, die sich mit der Frage nach der kuenftigen Raumgestaltung Noordhollands befasste. Die Einpolderung eines grossen Gebietes zwischen Den Helder und Den Oever war als Loesungsansatz vorgeschlagen.
Nun ist ab und zu das Gute so nahe und doch so fern. Natuerlich weiss ich, dass ich hier direkt nebem dem Watt lebe. Ich habe auch oft genug die Maus und Peter Lustig gesehen, um zu wissen, wie divers die Fauna im Watt, vor allem unter der Oberflaeche, ist. Vom Weltkuturerbestatus der Wattensee habe ich natuerlich auch gehoert.
Aber irgendwie habe ich seit diesem Vortrag bzw. diesem Gedankenpups (mit einer 60 Jahre alten Idee) doch ein wenig mehr in mich hineingelesen. UNESCO Weltkulturerbe: direkt vor meiner Haustuer. Wie cool ist das eigentlich? (MiB: “wir sehen nur nicht mehr hin”) Ein reiches Angebot an Brutplaetzen fuer Voegel, eine Kinderstube fuer Fische und eine Speisekammer fuer (Meeres-)saeuger – neben dem touristischen Wert dieser einzigartigen Pleatze. Gefaehrlich, wenn man Nesthaekchen und Loewenzahn gesehen hat.
Wer sich ein Bild machen will, von dem, was dort durch UNESCO und die Anreinerstaaten des Watts beschuetzt wird, muss nur einmal auf die Seite der UNESCO gehen: https://www.unesco.de/staette/wattenmeer/
Ein Projekt, das Naturschutz und – durch die multinationale Zusammenarbeit – Frieden feiert und lebt. Wer hier an den Pfeilern saegt, der saegt auch an internationalen Abkommen, an der Verlaesslichkeit von internationalen Naturschutzprojekten. An der Bereitschaft idelistisch ueber Grenzen hinweg Ziele zu verfolgen.
Ein Vergleich mit dem Grand Canyon und dem Great Barrier Reef liegt auf der Hand und wird auch von den “Promotern” des Wattes gezogen.
Wenn ich an meine Enkel und an deren Enkel denke, dann moechte ich – trotz aller Sorge um Meeresanstieg und anderen Klimawandelfolgen – dass auch sie die Moeglichkeit bekommen, um dieses einmalige Oekosystem zu erfahren und zu erkunden. Ich moechte, dass sie sich daran freuen und dankbar dafuer sind, dass meiner Generation und die meiner Eltern diese einmaligen Naturlandschaften unter Schutz und ueber Profitgier gestellt haben.
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