Homo Ludens,  Pater Familias

Strange New Worlds

Vorgestern habe ich die neuen Folgen von “Star Trek – Strange New Worlds” entdeckt. Anstelle der dritten Staffel haben wir vorgestern Abend aber mit der ersten angefangen, die Kinder (Nummer 2 und 3) haben mitgeschaut und wir wolllten ihnen doch nicht den Anfang vorenthalten. Eigentlich dachte ich ja auch, dass nach einer Folge wieder gut ist und beide freiwliig abdampfen – Pustekuchen: drei Folgen haben wir zum Auftakt geschafft, drei weitere gestern Abend.

Neulich noch haben wir mit Star Trek – The Next Generation angefangen. 4:3 Bildformat, Counselor Troy im Minirock, hoelzerne 80er Jahre Dialoge und Special Effects knapp ueber Buegeleisenromantik. Damals ein Riesending, die Kultserie der 60er Jahre wurde fortgesetzt und niemand wusste, ob das funktioniert. Es hat, wie wir wissen, das Star Trek Universum ist seither um etliche Serien und Filme gewachsen. Mal mehr, mal weniger erfolgreich.

Strange New Worlds erzaehlt als Prequel die Jahre, bevor die Crew der klassischen Serie das Schiff uebernimmt. Mit Spok und Uhura sind die ersten beiden Figuren der Classics auch bereits an Bord, Jim Kirk wird eingefuehrt und Captain Pike ist ja auch kein unbekannter; in den Classics wurde eine Pilotfolge mit ihm gedreht, die dann spaeter umgeschnitten eine der laufenden Folgen wurde. Sein Schicksal ist laengst entschieden (mh, Destiny is everything), wird so auch in Discovery (der Serie, die Pike, Young-Spok und diese Serie moeglich gemacht hat) bestaetigt und spielt unterschwellig natuerlich eine Rolle in SNW.

Das Erfolgsrezept der Serie scheint mir, dass hier gleichzeitig das “Erbe” von Star Trek ernst genommen wird, aber die Serie sich nicht immer zu ernst nimmt. Musicalfolge, Muppetfolge, Cross Over mit einer Zeichentrickserie – hierzu braucht es Mut und auch ein Stueck Koennen, um gleichzeitig etwas anderes zu tun, das trotzdem zur Gesamtserie und dem “Kanon” passt. Der “Kanon” beschraenkt leider auch die Moeglichkeiten, wie sich neue Figuren entwickeln koennen Wir wissen, was mit Pike passiert, Spock und Uhura ud natuerlich Kirk, also James Kirk. Aber wir wissen weder was mit dem Bruder von James Kirk passiert, noch mit den anderen Besatzungsmitgliedern, die einem im Laufe der mittlerweile drei Staffeln ans Herz wachsen. Es ist ein wenig, als ob diese alle rote Uniformen tagen wuerden und in wenigen Jahren ausgeloescht werden. Vielleicht lassen sich die Macher ja doch was einfallen, um das Schicksal der Besatzungsmitglieder anders zu loesen, als wie das Schicksal des Chefingenieurs. Abwarten und nach dem Binge-watchen der ersten beiden Staffeln die dritte anschauen.

Live long and prosper.


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