Homo Ludens

Rotes Fleisch, Bananen und Pyramiden

Bananen sind gelb, sonst wären’s ja Tomaten. Tomaten sind nicht sehr nachhaltig, zu wenig Fett und Eiweiß. Bananenschalen auf der anderen Seite sind ein unverzichtbarer Baustein für Slapstick Einlagen. Als Suppeneinlage funktionieren Bananen auch – um Anzudicken oder das Zuviel an Schärfe im Curry zu dämpfen.

Die Pyramiden in Ägypten sind ein Wunder der Baukunst; ich habe einmal gelesen, wir könnten sie heute mit unserer modernen Technik nicht nachbauen (vor allem auch wegen unserer ethischen Bedenken und Berechnungen, wieviele tote und verwundete bauarbeiter wir noch für vertretbar galten, wenn es nicht gerade um Fußballstadien geht). Ähnlich kompliziert gestalten sich Ernährungspyramiden. Auch sie werden mühsam errichtet, abgebaut, umgebaut und verdaut. Keine leichte Kost – oder eben doch.

Wie verhalten sich nun Bananen in dieser Pyramide? Unter der Rubrik “morgens wie ein Edelmann” sollten Bananen ja dann als Luxusgut (Kilopreis 1,30 EUR) Teil des Frühstücks sein. Aber angeblich halten sie nicht lange vor, bringen den Blurzuckerspiegel aber erst einmal zu schnell nach oben. Im Müsli bzw. Joghurt eingebunden funktionieren sie aber doch wieder zum Frühstück und als ausdauernder Snack. Gesunde Fette mit fettarmen Bananen kombinieren ist wohl der Trick.

Rotes Fleisch auf der anderen Seite wurde neulich noch rehabilitiert und Geflügel dem gegenüber als schlecht gemeldet, heute Morgen wieder lese ich, dass wir weniger rotes Fleisch konsumieren sollen, maximal 100 Gramm pro Woche – was ja nicht einmal ein ordentliches Stück Fleisch wäre.

Gleiches Geschwurbel gilt für Hinweise zum Thema Fasten: Intervalfasten gut oder schlecht oder wirkungslos? Über den Tag mehrfach kleinere Portionen essen oder besser dreimal am Tag und dann richtige Portionen? 

Ich bin übrigens 3-4 Portionen bzw. Personen, glaubt man den Angaben auf so mancher Fertiggerichtverpackung. Schwer genug bin ich ja auch. Bewegen ist – wenn wir schon beim Thema sind – keine echte Hilfe beim Abnehmen (gut, dass lassen wir es eben), weil wir die extra verbrauchten Kalorien im Heißhunger nach dem Sport wieder extra essen. Beim Gewichthalten nach dem Abnehmen hilft Sport aber angeblich wieder, um das gewicht zu halten (Pffff, erst einmal das Gewicht reduzieren). 

Am Ende zählt doch eh nur, was der Spargel kostet – unter 10 Euro sind wir jetz endlich beim Kilo angelangt. Kartoffeln kosten ja eh nur noch soviel, wie der Plastiksack, der drumherum ist. Und in der Ernährungspyramide stehen Spargel mit Kartoffeln, Schinken und Butter eh ganz oben. Ist auch gesund. Und von Weitem ohne Brille kann man den ein oder anderen Spargel auch schon enmal für eine Banane halten. Ach so: weißer Spargel, kein grüner – nur um diese Gretchenfrage auch beantwortet zu haben.

Na denn Mahlzeit!


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