Homo LinkedInus,  Homo Ludens

Grand Prix Zandvoort

Schon wieder was kaputt gemacht: am Montag war ich noch an der Rennstrecke in Zandvoort und gestern wird bekannt gegeben, dass die Formel 1 nur noch zwei Jahre dortbleiben wird und dann nicht mehr dort stattfinden wird. Kausalität oder Korrelation?

Egal, ich habe dort gestanden, wo seit 2021 und noch bis 2026 die Boliden der Formel in den Dünen an der niederländischen Küste racen.

Neben all den Tesla-Fahrern und Hugo Boss Trägern, CEOs hier und CIO (?!) da…. naja, ich war nicht ganz die Zielgruppe. OK, einem geschenkten Gaul, schaut man nicht ins Maul. Halber Tag auf Firmenkosten einfach einmal zu hören, was ich eh schon wusste. Es kann schneller und trotzdem gut sein, Vertrauen im Team ist wichtig und das Gefühl zu haben, etwas zu bewirken. Mentale Sicherheit steht oben an! Sein dürfen, wer man ist.

Bei einer der kurzen zwei Break Out Sessions wurde ich gefragt, warum ich eigentlich noch bei meinem Arbeitgeber bin – und irgendwie habe ich nicht echt eine Antwort gehabt. Die Wahrheit ist wahrscheinlich, dass ich zu bequem bin, um etwas anderes zu suchen.

Trotzdem wird es Zeit, denn langsam, aber sicher kommt in mir wieder dieses Gefühl auf, mit dem ich vor mehreren Jahren mit einem Burnout zu Hause bleiben musste. es ist nicht da Menge an Arbeit, ganz sicher nicht, hiervon bekomme ich normal eher ein Bore-Out. Aber was ich mache, konstant aufräumen, wo es auch einfacher ginge. Eigentlich mache ich Dinge, die nicht sein sollten, mein Job besteht zu einem großen Teil aus Dingen, die beim Lösen des “root causes” meinen Job überflüssig machen würden.

Wie beim Fahrerkarussell in der Formel 1 ist es aber nicht ganz so leicht, etwas Neues zu finden, dass auch noch meinen Ansprüchen genügt. Es ist halt sehr bequem von zu Hause aus arbeiten zu können und leider gehen immer mehr Firmen wieder dazu ueber, um Anwesenheit zu verlangen. Hier setzt genauso ein Rebound Effekt ein, wie bei den meisten guten Dingen, die die Coronazeit halt doch mit sich gebracht hat. Abstand halten. Nicht zu 5t einkaufen gehen. Hände waschen. Home-Office.

Zum Rennzirkus zurück: kein Zandvoort mehr nach 2026, aber zumindest kann ich sagen, dass ich an einer Formel 1 Strecke gewesen bin. Einmal auf Start-Ziel stand, durch die Boxenwand geschaut habe und zwei Garagen durchlaufen bin (Haas?). Cool war auf alle Fälle auch, dass ein Amateurfahrt war, d.h. es waren zwischendurch immer mal Autos auf der Strecke, vom aufgemotzten Mini, Polo hin zu Porsche und Hast-Du-Nicht-Gesehen.

Regen hatten wir auch – obwohl der nur am Fernsehen bei einem Rennen gut ist und nicht wenn man selbst ein Foto von sich auf dem Parcours machen möchte.

Schneller werden mit der Formel 1? Das Buch Formel X einfach einmal lesen – die Zusammenfassung am Ende habe ich ja bereits als Vortrag bekommen.


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