Energie- und Verkehrswende – nur nicht an der Mosel
Verkehrswende macht Spass, wenn die Infrastruktur mitspielt. In den knapp 5 Tagen an der Mosel, von Cochem bis Oberfell, haette das aber wenig Spass gemacht, wenn ich auf eine Ladesauele angewisen waere. Die wenigen E-Autos, die ich dort gesehen habe, standen in einer eigenen Einfahrt und hatten einen eigenen Ladepunkt. Sucht man nach Ladesaeulen, dann wird man zu Fahrradladepunkten gelotst. Oder auf den privaten Hotelparkplatz. Aber oeffentlich zugaenglich: da haette ich wohl noch weiter suchen muessen.
Auf dem Land ist es immer noch noetig, ein Auto zu haben, ggf, sogar zwei. Busse fahren eher unregelmaessig und in den Ferien noch weniger. Kein ernstzunehmender Verkehrspolitiker behauptet da etwas anderes, nicht einmal ein gruener. Aber sich mit diesem Status Quo zufrieden geben, kann ja auch nicht die Loesung sein. Ausbau von Ladestrukturen fuer den Individualverkehr und der Ausbau von Oeffentlichen Verkehrsangeboten sollten doch Ziel einer vorausschauenden auf die Zukunft gerichteten Politik sein. Von Verboten spricht spricht uebrigens keiner in dem Zusammenhang, auch wenn das immer wieder als Scheinargument und BS-Bingo Punkt erzaehlt wird.
Also habe ich 1250 km ohne einmal laden mit meinem PHEV hinter mich gebracht. Das eine Mal, das ich laden wollte, hat mich die Technik im Stich gelassen. Hier endlich wieder an die Steckdose und gut. Gegenueber auf dem Parkplatz zwei Ladepunkte und ca. 20 weitere in Julianadorp. So klappt es auch mit der Verkehrswende. Und normalerweise ist es dann eh der BEV, mit dem wir die meisten km hier machen. Habe ihn uebrigens repariert: Parksensor wieder reingefriemelt – keine Ahnung welches Arschloch da an das Auto gekommen ist.
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