Deutsches Kuchenbuffet
Fragt man 100 Auswanderer aus Deutschland, was sie an Deutschland vermissen, dann werden 98 sagen, dass es deutsches Brot ist und die beiden anderen haben eine deutsche Bäckerei im Ausland eröffnet…. naja, die Zahlen sind wahrscheinlich nicht belastbar, aber gefühlte Wahrheiten sind ja auch irgendwie Wahrheiten.
So ähnlich geht es mir auch mit Familienfeiern und Kuchen. Neulich waren wir bei der Konfirmation der Tochter meiner Schwester. Natürlich gab es – neben reichlich anderer leckerer Verpflegung – ein Kuchen- und Nachtischbuffet. Alle diese Kuchen – bis auf eine Torte – hat meine Schwester selber gemacht. Eine Heidenarbeit (zu christlichem Anlass). Ein Kuchenbuffet, so wie man es sonst vom Dorf kennt, wo neben Oma und der anderen Oma auch die Nachbarinnen noch Kuchen beisteuern. Aber eben alles selbst gemacht von meiner Schwester.
Diese “wir essen die nächste Woche nur Kuchen” Tische sind auch ein wenig der Inbegriff deutscher Festlichkeit. Nicht die holländischje kekstrommel, bei der mit jeder Tasse Kaffee oder Tee (ähnlichen Getränk) einen Keks nehmen darf und gut. Auch diese sahneaufgespritzten Dinger mit wenig Frucht drin sind kein Ersatz für guten deutschen Kuchen.
Vor allem jetzt, mit Erdbeeren oder später im Jahr versunkenen Kirschen. Apfelkuchen geht eh immer und Käsekuchen ist zweifelsohne mein Favorit.
Süßspeisen mit Leihgaben aus der italienischen Küche oder neumodischen Cakepops machen heiraus einen sich immer wieder rund erneurten Evergreen.
Mohnkuchen, wie von Litzl Jung, das wäre es jetzt noch. Aber man kann halt nicht alles haben.
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