Cochem sehen und gehen
Die Jugendherberge Cochem stand seit einigen Jahren immer mal wieder auf meiner Liste, aber seit gestern bin ich eigentlich ganz froh, dass es nie funktioniert hat. Nicht wegen der Jugendherberge, die haben wir gar nicht gesehen, sondern der Stadt selber wegen.
Cochem steht in Wikipedia als die kleinste Kreisstadt Deutschlands mit 5000+ Einwohnern und wurde und von unserer Gastfrau auch sehr ans Herz gelegt, um dorthin zu fahren. Der Bundesbankbunker stand als einziges festes Ziel auf dem Zettel; wir haben es nicht dorthin geschafft, bzw. den dann doch sonnigen Tag lieber im Freien als unter der Erde verbracht.
Es fängt ja bereits beim Parken an. Sauteuer finde ich es und der Parkautomat ist ein Witz (ich war von den Belgiern, die vor mir am Automaten standen, zum Glück bereits darauf vorbereitet, dass hier technik vom letzen Jahrhundert am Werk ist) und die Straßen sind auch nicht alle wirklich auf Autoverkehr ausgerichtet (ja, es ist eine alte Stadt).
Der Stadtspaziergang ist dann auch eher darauf ausgerichtet, um Menschen in das Stadtinnere zu lotsen oder auf die Ausflugsschiffe, also glasklarer Touristenfang. Wir haben es trotzdem erst einmal auf die andere Seite der Mosel geschafft und eine Kirche besucht, die sich zuerst wie eine alte Bastionskirche auf dem Berg erhebt, mit Krypta zumindest kurz etwas mystsich-mysteriöses hat (bis man drin steht) und in der man dan lernt, dass dieser Baufall aus den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts stammt. Auffallend (weil so bereits in der zweiten Kirche dieser Tage gesehen) die Diaprojektoren auf der Empore, die wahrscheinlich die Liedtexte oder alle möglichen anderen Dias (!) an die Kirchwand projezieren können.
Wieder auf der guten Seite angekommen haben wir erst nach einer Toilette und dann nach einer Essgelegenheit Ausschau gehalten. Neben Schnitzelrestaurats mit Moselblickterassen und etlichen Wienstuben haben wir uns für den lokelen Metzger entschieden, der seine Metzgerei auch zu einem Schnellimbiss augebaut hat. Nsch Bestellung am Tresen immerhin mit Tischservice. Pommes, Currywurstsoße und Schnitzel waren nicht schlecht und bezahlbar.
Nach ein paar weiteren Metern laufen sind wir dann doch wieder zurück gefahren, das touritische Angebot war doch nicht gnaz das unsere, das Publikum auf den Booten eher im fortgeschrittenen Alter (bis Verwesungszustand) und die Innenstadt war durch alle Touris einfach nur eng.
COchem sehen und ganz schnell wieder gehen. So schnell komme ich nicht wieder.
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