Burg Eltz – Die 500 Mark Burg
Bis zur Einführung der neuen D-Mark Scheine Mitte der 90er ades vergangen Jahrhunderts (also angeblich genau von 1961 bis 1995) war Burg Eltz auf der Rückseite des 500-DM-Banknote abgebildet. Ich habe keine aktive Erinnerung, ob ich diesen Schein jemals in echt in Händen gehalten habe oder nur immer am Weltspartag die Faximiles von der örtlichen Sparbüchse bekommen habe. Aber zumindest diese Verwendung der Burg erklärt, warum sie beliebt war und vielleicht auch bis heute ist – zumindest der Besucherstrom am Mittwoch weißt darauf.
Direkt beim Parken wird man darauf aufmerksam, dass diese Burg wenig romantisch, dafür aber sehr kommerziell ist, bereits hier zahlt man ein paar Euro. Dafür kann man dann entweder mit einem Shuttle zur Burg gefahren werden (unanständig teuer) oder man läuft auf einem wenig befestigtem Wege 1200 Meter durch den Wald zur Burg. Auf den Seiten der Burg erfährt man natürlich auch dass dieser Wald zum Besitz der Grafen Eltz gehört, mit dem Hinweis darauf, dass deshalb die Panormafreiheit für Fotos der Burg nicht gilt, da man die Burg nur von privatem Grund aus fotografieren darf. Lernmoment Nummer 1.
Vor der Burg dann der Tickerverkauf. Ohne Probleme ein Familienticket bekommen (mindestens ein Kind heißt hier wirklich mindestens und keine Angabe wieviel maximal) und die Kinder – nur die Kinder – haben sogar einen Schokokeks bekommen.
Ab nach oben, dorthin, wo die Führung (bei der man drinnen keine Fotos machen darf) gebinnt. Wir hatten fast Glück, es war nur eine Gruppe vor uns dran und die Wartezeit war etwa 10 bis 15 Minuten, bis auch wir hinein durften. Im Schweinsgalopp ging es dann in ca. 45 Minuten durch verschiedene Räume des Hause, keiner davon original eingerichtet, sondern bereits vor langer Zeit museal hergerichetet. Ein paar Erklärungen zur Geschichte der Burg, ein paar Etymymologische Erklärungen (von denen ich auch nicht alle – aktiv – kannte) und tatsächlich zwei bis vier Zwischenfragen weiter, waren wir bereits wieder raus. Das Fotoverbot hat m.E. weniger als Grund, dass man die wenig originellen Ausstellungsstücke überhaupt sehen kann oder durch Blitz (den man verbieten könnte) beschädigt, sondern ist einzig und allein Garant dafür, dass die Gruppe nicht länger die folgende Gruppe aufhält, als unbedingt nötig.
Dann erst einmal was essen. Die Burgschenke in Selbstbedienung bietet in der Tat eine gute kleine Auswahl an Speisen, mit dem Höhepunknt vielleicht dem Wildgulasch mit Brötchen, dass dann zumindest zwei von gegessen haben. War nicht schlecht und auch die Currywürste der Jungs sahen OK aus, mit auf alle Fälle ausreichend Fritten, dass auch Madame was abbekommen konnte und mit Ihren Nuggest satt wurde. Also zumindest dieses Preislistungsverhältnis ist in Anbetracht des Ortes akzeptabel und wir konnten gestärtk weiter.
Was ist ein Schatz – diese Frage stellt sich natürlich, wenn man in eine Schatzkammer geht. Das teuere Porzellan und die Waffensammlung im ersten Teil qualifizieren zumindest laut meiner Tochter nicht als Schätze. Waren aber sehr schön anzusehen. Mehr nach ihrem Geschmack waren dann Schmuck und goldene Kirchengeräte. Welch ein Glück, hat sie doch etwas gefunden.
Nach drei Ebenen war es dann aber auch schon und nach dem Rausgehen stellte sich die Frage: war es das denn schon? Ja. Fast. Eben noch schnell in den Andenkenladen und dann war’s gut. Gab ja auch leider nichts mehr zu entdecken.
Was mir aufgefallen ist, war das durchweg freundliche Personal. Selten, dass ich bei einem Touristen Hot Spot mal ausschließlich positiv über die Mitarbeiter berichten kann.
Dann wieder die 1200 Meter zurück zum Parkplatz und dann ab zurück – mit Zwischenstopp in …. ich kann mir den Namen nicht merken.
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